Zum Europäischen Datenschutztag
Gemeinschaft statt Einsamkeit.
Viele teilen Privates nicht aus Eitelkeit, sondern aus dem Wunsch nach Verbindung bzw. dem Bedürfnis, verstanden zu werden
Soziale Medien ersetzen Nähe (leider oft nur oberflächlich).

Zum Europäischen Datenschutztag
Wir sind ständig online und teilen unsere Daten – manchmal bewusst, oft aber unbewusst.
Der zunehmende Einsatz von KI, Sprachassistenten wie Alexa, Siri & Co. in Privaträumen, Ortungsdienste, Standortteilung per Smartphone, Smart Homes, die private Daten an Clouds von Drittanbietern übermitteln, immer größere Datenmengen und die allgegenwärtige Vernetzung … Moderne Gadgets sind smart, hip und zugegebenermaßen bequem.
Bequemlichkeit, die oft kostenlos daherkommt, aber teuer erkauft ist. Denn Verbraucher:innen bezahlen für Apps oder Dienste oft mit ihren Kundendaten.
Nahezu alle Anbieter digitaler Dienstleistungen sammeln eine Vielzahl an Nutzer:innen-Informationen und werten diese aus. Und oft werden diese auch noch an Dritte weitergegeben. Doch wo, wie und vor allem welche Daten erfasst werden, ist meist eher intransparent.
Viele Nutzer:innen kümmert das nicht.
Häufig fällt der Satz: „Ich habe doch nichts zu verbergen“.
Und viel eigentlich sehr Privates wird heutzutage öffentlich geteilt, man denke nur an den aktuell öffentlich ausgetragenen Familienstreit der Familie Beckham.
Emotionale Sicherheit:
Man darf denken, fühlen und scheitern, ohne beobachtet zu werden.
Innere Ruhe:
Nicht alles erklären zu müssen senkt Stress und mentale Überforderung
Persönlichkeitsentwicklung:
Man kann Fehler machen, sich verändern, ohne dass jede frühere Version öffentlich dauerhaft „gespeichert“ wird. Privates erlaubt Entwicklung ohne Dauerurteil.
Freiheit von Dauerbewertung:
Kein ständiges „Wie wirkt das?“ — mehr echtes (Er)Leben.
Selbstbestimmung:
Wer Dinge privat hält, entscheidet, wer was über ihn/sie weiß. Autonomie statt Rechtfertigungsdruck.
Gesunde Beziehungen:
Nähe funktioniert besser, wenn sie freiwillig entsteht. Und wer Grenzen setzt, wird oft ernster genommen.
Machtbalance:
Wissen ist Macht. Wer alles von einem weiß, hat automatisch einen Vorteil (beruflich, sozial oder emotional).
Schutz vor Missbrauch:
Wer viel von sich preisgibt, macht sich verletzlich.
Cybermobbing, Deepfakes, Identitätsdiebstahl, Datenleaks, Desinformation und Betrugsmaschen – alles relativ neue Phänomene, die erst durch die großzügige Preisgabe privater, personenbezogener Informationen möglich wurde.
Privatsphäre ist kein Rückzug aus der Welt. Sie ist ein geschützter Raum, in dem man man selbst bleiben kann.
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